Hemdenkauf – Was gilt es zu beachten?

Lange Zeit wurde das Herrenhemd nur mit festlichen Anlässen und Bürojobs in Verbindung gebracht. Das Pendant dazu war das T-Shirt, welches für Freizeit und Bequemlichkeit stand. Derzeit findet in der Männermode ein Wandel hin zu klassischen Kleidungsstücken wie Anzügen, Hemden und passenden Herren Accessoires statt. Dabei geht es weniger darum sich einem Modediktat zu beugen, sondern vielmehr darum die Nostalgie des Traditionellen neu für sich zu entdecken. Wem ein feiner Wollanzug mit Krawattenschal dann doch etwas zu viel des Guten sind, der kann sich erst einmal an einem Businesshemd nach Maß versuchen.


Der Weg zum perfekten Maßhemd ist aufgrund zahlreicher Variationsmöglichkeiten auf den ersten Blick etwas steinig, doch mit ein paar Tipps durchaus machbar. Für die Grundform des Hemds gibt es in der Regel drei Wahlmöglichkeiten: Slimline, Regular, Relaxed. Je nach Körperstatur und eigenen Vorlieben kann das somit enger bzw. weiter am Körper anliegen, was aber den Tragekomfort an sich nicht weiter beeinflusst. Das nächste entscheidende Kriterium ist die Optik des Stoffs. Die Farbe und eventuelle Musterung bestimmen maßgeblich, ob das Hemd eher casual, geschäftlich oder festlich anmutet. Generell lässt sich sagen, dass ein weißes Hemd universell einsetzbar ist und selten deplatziert wirkt. Für den Businessbereich empfehlen sich neben weiß dezent helle Farben wie Hellblau, Beige, die mit einem dezenten Nadelstreifenmuster aufgewertet werden können. Für festliche Anlässe bietet sich immer noch das Smokinghemd am besten an.




Hemd-Details für den individuellen Look

Freizeithemden laden als Maßanfertigungen geradezu zum Austoben ein, schließlich kann an hier ohne Reue Farbe bekennen. Wem unifarbene Stoffe noch nicht genug sind, dem seien Musterkreationen wie Tartan, Vichy oder Paisley ans Herz gelegt. Weitere Details lassen sich durch beispielsweise durch Biesen, Schulterklappen, Brusttaschen bestimmen. Je nach Variation kann ein Hemd somit mehr sportlich, elegant oder rustikal aussehen. Ein Key-Detail bei jedem Hemd ist der Kragen. Insgesamt kann zwischen 11 Kragenarten gewählt werden. Der wohl Klassischste ist der Klapp- bzw. Umlegekragen oder auch Kentkragen genannt. Die Kragenspitzen sind nur leicht gespreizt und durchschnittlich lang. Etwas ausgefallener kommen Button-Down-Kragen, eine Variante bei der die Kragenschenkel am Hemd angeknöpft werden, und Stehkragen daher.